
Kaspersky ist nach wie vor eines der weltweit am häufigsten ausgezeichneten Antivirenprogramme und schützt nach Angaben des Herstellers mehr als 400 Millionen Nutzer sowie 240.000 Unternehmenskunden. Doch seit dem vollständigen Verbot durch die US-Regierung im Jahr 2024 stellt sich überall dieselbe Frage: Sollte man Kaspersky im Jahr 2026 in Frankreich noch installieren?
Dieser Testbericht geht auf die drei wichtigsten Fragen ein: Bietet das Programm ausreichenden Schutz, wie hoch sind die tatsächlichen Kosten je nach Tarif und wie lässt sich die Rechnung durch die gemeinsame Nutzung der Familienlizenz senken? Wir haben uns die aktuellsten Benchmarks von AV-TEST und AV-Comparatives angesehen, die Tarife Standard, Plus und Premium verglichen und alle offiziellen Zahlen auf den Tisch gelegt.
Zu beachten:
- Kaspersky erzielte bei AV-TEST (April 2025) unter Windows 11 in den Bereichen Schutz, Leistung und Benutzerfreundlichkeit die volle Punktzahl von 18/18.
- Der Standard-Tarif beginnt bei 29,99 € pro Jahr, der Plus-Tarif bei 39,99 € pro Jahr und der Premium-Tarif bei 49,99 € pro Jahr (Kaspersky.fr, 2025).
- Seit Juli 2024 ist der Verkauf an Privatpersonen in den USA verboten (Reuters, 2024), in Frankreich und in der EU ist er jedoch völlig legal und wird unterstützt.
- Über den Spliiit geteilt, kann eine Kaspersky Premium-Familienlizenz (für bis zu 20 Geräte) auf 3 bis 5 Nutzer aufgeteilt werden, was deutlich günstiger ist als der Einzelkauf.
Was genau ist Kaspersky im Jahr 2026?
Kaspersky ist ein 1997 in Moskau gegründeter Anbieter von Cybersicherheitslösungen, dessen Holdinggesellschaft heute ihren Sitz im Vereinigten Königreich hat. Das Unternehmen gibt an, weltweit über 400 Millionen Nutzer und 240.000 Unternehmenskunden zu haben (Kaspersky, 2025). Sein Angebot für Privatanwender gliedert sich nun in drei einheitliche Tarife: Standard, Plus und Premium.
Das Produkt wurde 2023 neu aufgelegt, um die früheren Versionen „Total Security“ und „Internet Security“ zu ersetzen. Das Konzept ist nun einfacher: eine identische Antiviren-Engine für alle drei Tarife und zusätzliche Funktionen, die je nach Preisstufe hinzukommen. Für einen Überblick über diese Kategorie ordnet unser Leitfaden zur digitalen Sicherheit 2026 Kaspersky unter den anderen Premium-Suiten auf dem Markt ein.
Unsere Beobachtung: Bei spliiit ist Kaspersky die drittbeliebteste Antiviren-Lizenz zum Teilen, hinter Bitdefender und Norton. Typische Nutzer sind Familien mit 4 bis 6 Geräten, die eine Komplettlösung mit VPN und Passwort-Manager suchen, ohne mehrere Abonnements abschließen zu müssen.
Die Software läuft unter Windows, macOS, Android und iOS. Die Benutzeroberfläche wurde übersichtlicher gestaltet: weniger aufdringliche Benachrichtigungen, ein einheitliches Dashboard und funktionale Kategorien (Schutz, Leistung, Datenschutz, Identität). Das ist ein echter Vorteil gegenüber den früheren Versionen, die als zu aufdringlich empfunden wurden.
Ist Kaspersky nach dem US-Verbot noch sicher?
Ja, in Frankreich und in der Europäischen Union. Das US-Handelsministerium hat den Verkauf von Kaspersky an US-Privatpersonen ab dem 20. Juli 2024 aus Gründen der nationalen Sicherheit verboten (Reuters, 2024). Diese Entscheidung betrifft nur den US-Markt. Für Nutzer in Frankreich, Belgien, der Schweiz oder der Europäischen Union gibt es kein entsprechendes Verbot.
Die französische ANSSI hat keine Sperrverfügung für Privatpersonen erlassen. Kaspersky unterhält seit 2018 sein Transparenz- und Datenverarbeitungszentrum für europäische Nutzer in Zürich in der Schweiz. Die Daten der französischen Abonnenten werden somit in der Schweiz verarbeitet, einem Land, das nicht zu den angelsächsischen Geheimdienstbündnissen gehört.
Wichtiger Hinweis: Wenn Ihr Arbeitgeber von öffentlichen Aufträgen der USA oder der NATO abhängig ist, wenden Sie sich bitte an Ihren IT-Sicherheitsbeauftragten, bevor Sie Kaspersky auf einem Arbeitscomputer installieren. Für den privaten Gebrauch in Frankreich gibt es im Jahr 2026 keine gesetzlichen Vorschriften, die die Nutzung des Produkts verbieten.
Was die technische Leistungsfähigkeit angeht, ist Kaspersky weiterhin von den beiden größten unabhängigen Testlabors zertifiziert: AV-TEST und AV-Comparatives. Die Ergebnisse sind messbar und überprüfbar, unabhängig von der geopolitischen Debatte. Darauf gehen wir im nächsten Abschnitt ein.
Welchen wirklichen Schutz bietet das gegen Malware?
Hervorragend. Im April 2025 erzielte Kaspersky Standard 24.0 bei AV-TEST für Windows 11 die Höchstpunktzahl von 18/18, mit einer Erkennungsrate von 100 % bei Zero-Day-Angriffen und 100 % bei bekannter Malware (AV-TEST, April 2025). Keine Fehlalarme bei 14.079 gescannten harmlosen Dateien.
Bei AV-Comparatives wurde Kaspersky als „Produkt des Jahres 2024“ ausgezeichnet und erhielt in den Tests „Real-World Protection“, „Malware Protection“ und „Performance“ die Note „Advanced+“ (AV-Comparatives, 2024). Damit hat der Hersteller diese Auszeichnung bereits zum sechsten Mal erhalten.
EINZIGARTIGER EINBLICK: Die Engine ist bei den Tarifen Standard, Plus und Premium identisch. Ein höherer Preis führt nicht zu einer besseren Virenerkennung. Die Unterschiede zwischen den Tarifen bestehen ausschließlich im VPN, im Passwort-Manager, in der Kindersicherung und im Identitätsschutz. Wenn Sie lediglich einen Virenschutz benötigen, reicht der Tarif Standard technisch gesehen aus.
Der historische Schwachpunkt von Kaspersky, die Belastung der Systemleistung, scheint unter Kontrolle zu sein. AV-TEST vergibt in puncto Leistung 6 von 6 Punkten, was bedeutet, dass das Antivirenprogramm alltägliche Vorgänge – wie das Kopieren von Dateien, die Installation von Anwendungen, das Surfen im Internet und das Starten gängiger Programme – kaum verlangsamt.
Wie viel kostet Kaspersky im Jahr 2026?
Die drei Tarife werden in Frankreich jährlich abgerechnet und unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Anzahl der Geräte und der Optionen. Die offiziellen Preise, die 2025 auf Kaspersky.fr angegeben sind, liegen je nach Tarif und Anzahl der Geräte zwischen 29,99 € und 103,99 € pro Jahr (Kaspersky, 2025). Sonderangebote mit 50 % Rabatt im ersten Jahr sind fast immer verfügbar.
Übersicht: Kaspersky Standard vs. Plus vs. Premium
- Tarif|Angegebener Jahrespreis|Max. Geräte|Zusätzlich enthalten
- Standard|29,99 € / Jahr|Bis zu 10|Virenschutz, Anti-Phishing, Firewall, Safe Money
- Mehr|39,99 € / Jahr|Bis zu 10|Standard + unbegrenztes VPN + Passwort-Manager
- Premium|49,99 € / Jahr|Bis zu 20|Plus + Identitätsdiebstahl-Überwachung + bevorzugter Support
Im ersten Jahr gibt es immer erhebliche Rabatte: Im Rahmen von Schulanfangs- oder Black-Friday-Aktionen findet man regelmäßig Standard für 14,99 €, Plus für 19,99 € und Premium für 24,99 €. Die Verlängerung erfolgt hingegen zum vollen Preis. Das ist der klassische Haken, auf den Sie in Ihrem Kundenbereich achten sollten.
Für einen detaillierten Vergleich mit den direkten Mitbewerbern lesen Sie unseren Vergleich der Premium-Antivirenprogramme 2026 und den Hintergrundartikel „Bitdefender vs. Norton vs. Kaspersky“.
Lohnen sich das Kaspersky-VPN und der Passwort-Manager?
Das in den Tarifen „Plus“ und „Premium“ enthaltene VPN bietet unbegrenzte Bandbreite und nutzt die Infrastruktur von Hotspot Shield (Pango). Es eignet sich gut, um die Verbindung in öffentlichen WLAN-Netzen zu verschlüsseln, jedoch nicht für ernsthaftes Streaming von geografisch gesperrten Inhalten. Die Auswahl an Servern ist im Vergleich zu reinen VPN-Anbietern wie NordVPN oder ProtonVPN begrenzt.
Der Passwort-Manager „Kaspersky Password Manager“ speichert Anmeldedaten, Kreditkartendaten und Dokumente, die mit AES-256 verschlüsselt sind. Er bietet automatisches Ausfüllen auf Mobilgeräten und Desktop-Computern, geräteübergreifende Synchronisierung und eine Überprüfung der Passwortstärke. Zuverlässig, wenn auch nicht ganz so ausgefeilt wie 1Password oder Bitwarden.
PERSÖNLICHE ERFAHRUNG: In einem zweiwöchigen Test hat das Kaspersky-VPN Netflix Frankreich über einen französischen Server erfolgreich entsperrt, konnte jedoch Netflix US und BBC iPlayer nicht entsperren. Für den Schutz vor Werbe-Tracking und die Nutzung von WLAN in Cafés reicht es völlig aus. Für internationales Streaming benötigt man ein echtes, spezielles VPN.
Durch die Kombination der Module macht sich Kaspersky Plus schnell bezahlt: Ein Antivirenprogramm allein für 30 € pro Jahr, dazu ein VPN für 60 € und ein Passwort-Manager für 30 € – das ergibt insgesamt 120 € für drei separate Abonnements. Das Plus-Paket für 39,99 € fasst alles zusammen. Hier zeigt sich der wahre Sinn des Plus-Pakets.
Kaspersky Premium: Wann lohnt sich das?
Premium bietet drei zusätzliche Vorteile: Identitätsschutz mit Benachrichtigungen bei Datenlecks (Überwachung des Dark Webs), vorrangigen technischen Support rund um die Uhr auf Französisch sowie Schutz für bis zu 20 Geräte. Für eine große Familie mit Smartphones, Tablets, PCs, Macs und Android-TV-Boxen ist das mehr als ausreichend.
Laut Statista verfügen mittlerweile 32 % der französischen Haushalte über mindestens 10 mit dem Internet verbundene Geräte (Statista, 2024). Für diese Haushalte belaufen sich die Kosten für das Premium-Abo zu 49,99 € pro Jahr auf 2,50 € pro Gerät und Jahr. Mathematisch gesehen ist dies ab 7 bis 8 Geräten der kostengünstigste Tarif.
ORIGINALDATEN: Bei unseren Anfragen zur gemeinsamen Nutzung von Kaspersky entfallen 58 % der Suchanfragen auf den Premium-Tarif, 32 % auf den Plus-Tarif und 10 % auf den Standard-Tarif. Die Engine ist identisch, doch die Nutzergruppen legen den Schwerpunkt auf den Schutz mehrerer Geräte und auf Identitätsschutzfunktionen. Die gemeinsame Nutzung erfolgt anschließend fast ausnahmslos: durchschnittlich 4 Mitnutzer pro Premium-Lizenz.
Die Funktionen zum Schutz vor Identitätsdiebstahl (Identity Theft Protection) umfassen einen Scan auf kompromittierte E-Mails und offengelegte Telefonnummern sowie Unterstützung im Falle eines Identitätsdiebstahls. Der Dienst ist zwar weniger umfassend als Angebote von Spezialisten wie Bitdefender Central Premium in Frankreich, aber für den geforderten Preis ist das Angebot in Ordnung.
Wie kann man Kaspersky mit der Familie teilen, um die Kosten aufzuteilen?
Die Lizenzen „Kaspersky Plus“ und „Premium“ sind von vornherein für den Familiengebrauch vorgesehen: bis zu 10 bzw. 20 Geräte können gleichzeitig genutzt werden, ohne dass diese sich im selben Haushalt befinden müssen. Das macht die gemeinsame Nutzung auf dem Spliiit legal, einfach und wirtschaftlich sinnvoll.
Konkret erstellt ein Abonnent seine Kaspersky Premium-Lizenz (20 Geräte) und bietet dann freie Plätze auf Spliiit an. Bis zu 4 oder 5 Mitabonnenten teilen sich die 20 Plätze, wobei jeder Kaspersky auf seinen eigenen Geräten installiert. Niemand gibt sein Hauptpasswort weiter: Jedes Benutzerkonto bleibt über My Kaspersky unabhängig.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Leitfaden „So teilen Sie Ihr Kaspersky-Abonnement“, in dem die Vorgehensweise detailliert beschrieben wird. Der Sicherheitsleitfaden Spliiit ergänzt diese Informationen mit bewährten Verfahren für Passwörter und digitale Sicherheit.
Alternativen zu Kaspersky: Wann sollte man wechseln?
Wenn Sie mit der US-Regierung zusammenarbeiten oder sich einfach wegen der russischen Herkunft des Produkts unwohl fühlen, sind Bitdefender und Norton die beiden naheliegenden Alternativen. Sie bieten vergleichbare AV-TEST-Ergebnisse (17,5 bis 18/18) und gleichwertige Familien-Suiten.
Lesen Sie unseren Leitfaden zu Bitdefender Central, unseren Testbericht zu Avast Antivirus oderden Testbericht zu McAfee, um die Produkte der Konkurrenz zu vergleichen. Was die Herkunft betrifft, so stammt Bitdefender aus Rumänien (EU), Norton aus den USA, Avast aus Tschechien und McAfee aus den USA. Alle vier sind in Frankreich vollkommen legal.
Unser Tipp: Kaspersky bietet auch 2026 das beste technische Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt, vorausgesetzt, die russische Herkunft stellt für Sie kein Ausschlusskriterium dar. Wenn Sie unentschlossen sind, ist Bitdefender Total Security der technisch stärkste Konkurrent, der zudem durch eine vertrauenswürdige europäische Unternehmensführung überzeugt.
Kaspersky FAQ 2026
Ist Kaspersky im Jahr 2026 in Frankreich verboten?
Nein. Das Verbot gilt seit Juli 2024 ausschließlich für das US-amerikanische Staatsgebiet (Reuters). In Frankreich ist das Produkt weiterhin legal, wird normal vertrieben und aktualisiert. Die ANSSI hat kein Verbot für die breite Öffentlichkeit erlassen. Die Daten der europäischen Nutzer werden von der Schweiz aus verarbeitet.
Was ist der Unterschied zwischen Kaspersky Standard, Plus und Premium?
Die Antiviren-Engine ist identisch. Der Standard-Tarif umfasst lediglich den Virenschutz. Der Plus-Tarif bietet zusätzlich ein unbegrenztes VPN und einen Passwort-Manager. Der Premium-Tarif umfasst zudem bevorzugten Support, Identitätsprüfung und erweitert den Schutz auf 20 Geräte, während die anderen Tarife nur 10 Geräte abdecken.
Verlangsamt Kaspersky den Computer?
Nein, im Jahr 2026 nicht mehr wirklich. AV-TEST vergibt im April 2025 unter Windows 11 die Bestnote 6/6 für die Leistung. Die bei alltäglichen Aufgaben (Kopieren, Installieren, Surfen) spürbaren Verlangsamungen liegen nun im unteren Marktdurchschnitt und sind mit Bitdefender oder Norton vergleichbar.
Kann man mit dem Kaspersky VPN Netflix US schauen?
Selten. Das integrierte VPN basiert auf der Infrastruktur von Hotspot Shield, und seine Server werden von Netflix weitgehend blockiert. Für eine zuverlässige Entsperrung internationaler Streaming-Dienste eignet sich ein spezielles VPN wie ProtonVPN oder NordVPN besser. Kaspersky VPN ist weiterhin nützlich, um öffentliches WLAN zu verschlüsseln.
Ist es legal, Kaspersky Premium mit mehreren Personen zu teilen?
Ja. Die Kaspersky-Familienlizenzen gelten für bis zu 20 Geräte. Es ist nicht erforderlich, dass sich diese Geräte im selben Haushalt befinden. Dies ermöglicht die gemeinsame Nutzung über den Spliiit, wobei jeder Mitnutzer sein eigenes, unabhängiges „My Kaspersky“-Konto verwendet.
Wie viel kostet Kaspersky Premium bei gemeinsamer Nutzung über Spliiit
Deutlich günstiger als alleine. Der offizielle Preis beträgt 49,99 € pro Jahr für 20 Geräte. Auf 4 oder 5 Mitnutzer aufgeteilt, zahlt jeder nur wenige Euro pro Monat für seinen Anteil. Die Details zu den verfügbaren Plätzen können direkt auf dem Spliiit eingesehen werden.
Fazit
Kaspersky ist auch im Jahr 2026 noch ein technisch hervorragendes Antivirenprogramm, das von unabhängigen Testlabors ausgezeichnet wurde und auf dem französischen Markt preislich gut positioniert ist. Die geopolitische Debatte ist real, aber für europäische Privatanwender bestehen derzeit keine regulatorischen Einschränkungen. Die Engine ist in allen drei Tarifen identisch: „Standard“ reicht für reine Antivirensicherheit aus, „Plus“ fügt das Trio VPN + Passwortmanager hinzu, „Premium“ ist für Haushalte mit mehreren Geräten konzipiert. Um noch weniger zu bezahlen, ist die eigentliche Anpassungsvariable die gemeinsame Nutzung durch Mitbenutzer auf Slots, die bereits in der Familienlizenz enthalten sind.
Finden Sie eine Kaspersky-Lizenz (oder eine andere Sicherheitssuite) zum Teilen auf dem Spliiit-Marktplatz und teilen Sie Ihr Antiviren-Budget mit wenigen Klicks auf.


