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Avast Antivirus Bewertung 2026: Was taugt es wirklich nach dem Skandal und der Übernahme durch Norton?

Avast Antivirus Bewertung 2026: Was taugt es wirklich nach dem Skandal und der Übernahme durch Norton?

Avast ist mit angeblich 435 Millionen aktiven Nutzern eine der weltweit am häufigsten installierten Sicherheitslösungen. Doch angesichts des Datenskandals von 2020, der Übernahme durch Norton (Gen Digital) im Jahr 2022 und der zunehmenden Konkurrenz durch Bitdefender oder Microsoft Defender stellt sich die Frage: Lohnt sich Avast im Jahr 2026 noch?

Dieser Testbericht nimmt die Tarife „Free“, „Premium Security“ und „Ultimate“ unter die Lupe. Wir betrachten die Erkennungsrate, die Systemauslastung, die Reputation, die tatsächlichen Preise und vor allem, wie man Avast Premium Family über spliiit die Rechnung aufteilen.

Zu beachten:

  • Avast gibt an, 435 Millionen aktive Nutzer zu haben (Avast Press, 2025) und gehört nun zu Gen Digital, dem Konzern hinter Norton und Avira.
  • Bei den AV-TEST-Tests Ende 2025 erreichte Avast bei Zero-Day-Malware eine Erkennungsrate von nahezu 100 % und lag damit auf dem Niveau von Bitdefender und Kaspersky (AV-TEST, 2025).
  • Der Jumpshot-Skandal (2020) hat dem Ruf der Marke nachhaltig geschadet: Der Weiterverkauf von Browsing-Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern.
  • Spliiit auf dem Spliiit angebotene Lizenz für Avast Premium Security Family (10 Geräte) kann pro Nutzer bis zu einem Bruchteil des Preises kosten.

Was genau ist Avast Antivirus im Jahr 2026?

Avast ist ein tschechischer Antivirenhersteller, der 1988 in Prag gegründet wurde und im September 2022 von NortonLifeLock übernommen wurde, um Gen Digital zu bilden, eine Unternehmensgruppe, zu der auch Norton, Avira, AVG und LifeLock gehören (Gen Digital, 2025). Durch den Zusammenschluss entstand der weltweit größte Anbieter von Cybersicherheitslösungen für Privatanwender mit insgesamt mehr als 500 Millionen Nutzern aller Marken.

Konkret wird Avast weiterhin unter eigenem Markennamen vertrieben und nutzt nun einen Großteil seiner Erkennungsengine gemeinsam mit AVG. Die Version 2026 umfasst die Smart-Scan-Engine, eine erweiterte Firewall, einen Ransomware-Schutz, einen E-Mail-Schutz sowie die Funktion „Nicht stören“, um Pop-ups während des Spielens oder bei Videokonferenzen zu blockieren.

Unsere Beobachtung: Seit der Fusion mit Gen Digital ist die Benutzeroberfläche von Avast übersichtlicher geworden, doch die Cross-Selling-Versuche (VPN, Systemoptimierer, Passwortmanager) sind auffälliger geworden. Die App bietet einen Reiter „Empfehlungen“, der eigentlich als Werbefläche für andere Produkte der Unternehmensgruppe dient.

Um Avast im Vergleich zum restlichen Markt einzuordnen, vergleicht unser Leitfaden zur digitalen Sicherheit 2026 die zehn wichtigsten Anbieter von VPN- und Antiviren-Lösungen, darunter Avast, Bitdefender, Kaspersky und Norton.

Avast Free: Immer noch sinnvoll angesichts von Microsoft Defender?

Avast Free ist mit einem Marktanteil von rund 60 % im Segment der kostenlosen Antivirenprogramme (ohne Defender) nach wie vor eine der beliebtesten kostenlosen Lösungen (Statista, 2025). Angesichts von Microsoft Defender, das bereits in Windows 11 integriert ist und seit 2023 von AV-TEST als gleichwertig eingestuft wird, hat seine Attraktivität für den rein privaten Basisgebrauch jedoch abgenommen.

Was die kostenlose Version beinhaltet:

  • Echtzeit-Virenscanner (wie in der Premium-Version)
  • Smart Scan für Malware, Netzwerkschwachstellen und Leistungsprobleme
  • Grundlegender Webschutz vor betrügerischen Websites
  • Datei- und Verhaltensschutz
  • Analyse von WLAN-Netzwerken

Was in der kostenlosen Version fehlt:

  • Erweiterte Firewall und Ransomware-Schutz (nur Premium)
  • Webcam-Schutz und Keylogger-Schutz
  • Serverseitiger E-Mail-Filter für eingehende E-Mails
  • Automatische Sandbox für verdächtige Dateien
  • Treiber-Updates und erweiterte Bereinigung

Praxiserfahrung: Auf einem aktuellen Windows-11-PC erledigt Microsoft Defender 80 % der Aufgaben von Avast Free, ohne dass Software von Drittanbietern installiert werden muss. Avast Free ist vor allem auf älteren Windows-10-PCs sinnvoll und für Nutzer, die eine übersichtlichere Benutzeroberfläche als das Microsoft-Sicherheitscenter bevorzugen.

Avast Premium Security: Was ändert sich durch den Wechsel zur kostenpflichtigen Version?

Avast Premium Security erzielte bei den AV-TEST-Tests im November und Dezember 2025 eine Erkennungsrate von 99,8 % bei Zero-Day-Angriffen und erreichte damit gemeinsam mit Bitdefender, Kaspersky und Norton die Stufe „Top Product“ (AV-TEST, 2025). Die kostenpflichtige Version bietet vor allem zusätzliche Schutzebenen gegen moderne Angriffe: Ransomware, WLAN-Spoofing, gehackte Webcams und gefälschte Banking-Websites.

Bemerkenswerte kostenpflichtige Module:

  • Ransomware Shield: Sperrt sensible Ordner, um unbefugte Verschlüsselungsversuche zu verhindern
  • Real Site: Schützt vor DNS-Hijacking (Umleitung des Routers auf eine gefälschte Bank-Website)
  • Sandbox: Führt verdächtige Dateien automatisch in einer isolierten Umgebung aus
  • Webcam Shield: Verhindert unbefugten Zugriff auf die Kamera
  • Clientseitiger Spamschutz für lokale E-Mails

Bei den „Real-World Protection“-Tests von AV-Comparatives im Jahr 2025 erhielt Avast die Zertifizierung „Advanced+“ – die höchste Stufe – mit einer Gesamtblockierungsrate von über 99 % bei mehr als 400 getesteten Bedrohungen (AV-Comparatives, 2025). Die gemessene Systembelastung ist moderat: Eine SSD und 8 GB RAM reichen völlig aus.

Unsere Beobachtung bei spliiit Unter den Anfragen zur gemeinsamen Nutzung von Antivirenprogrammen, die wir 2025–2026 erhalten haben, liegt Avast Premium Family an dritter Stelle, hinter Bitdefender Total Security und Norton 360. Der Datenskandal von 2020 ist zwar nach wie vor bekannt, hält französische Nutzer jedoch nicht mehr davon ab, das Programm zu abonnieren – vor allem, wenn die Familienlizenz für 10 Geräte unter Nachbarn oder Mitbewohnern aufgeteilt wird.

Avast Ultimate: Wirklich nützlich oder nur ein Scheingeschäft?

Avast Ultimate vereint Premium Security, SecureLine VPN, Cleanup Premium und AntiTrack in einem einzigen Abonnement, das je nach aktuellen Angeboten für 10 Geräte etwa 79,99 € pro Jahr kostet (Avast, 2026). Dabei geht es weniger um den Preis als vielmehr um die individuelle Qualität der einzelnen Module im Vergleich zu den Spezialisten auf dem Markt.

Das SecureLine-VPN (basierend auf der von Avast übernommenen HMA-Infrastruktur) ist in Ordnung, bleibt jedoch in puncto Geschwindigkeit und Serverangebot weit hinter ProtonVPN, NordVPN oder Surfshark zurück. Cleanup Premium überschneidet sich mit den nativen Windows-11-Dienstprogrammen und rechtfertigt kein separates Abonnement. AntiTrack ist nützlich, aber Brave oder Firefox mit uBlock Origin leisten denselben Dienst kostenlos.

  • Avast-Tarif 2026 | Geräte | Ungefährer Verkaufspreis | Enthaltene Module
  • Kostenlos|1|0 €|Antivirus + Smart Scan
  • Premium Security|1 bis 10|35 bis 60 €/Jahr (1. Jahr)|+ Ransomware, Webcam, Real Site, Sandbox
  • Ultimate|1 bis 10|60 bis 90 €/Jahr (1. Jahr)|+ SecureLine VPN, Cleanup, AntiTrack

Wichtig: Avast bietet im ersten Jahr einen stark reduzierten Preis an. Bei der Verlängerung steigt der Preis in der Regel um 30 bis 60 %. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Nutzer für eine Ratenzahlung über das Jahr, anstatt nach 12 Monaten die Preiserhöhung hinnehmen zu müssen.

Kann man Avast nach dem Jumpshot-Skandal noch vertrauen?

Im Januar 2020 deckte eine gemeinsame Untersuchung von Motherboard und PCMag auf, dass Avast über seine Tochtergesellschaft Jumpshot detaillierte Browsing-Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern an große Unternehmen wie Google, Microsoft oder Pepsi verkaufte (Motherboard, 2020). Die Daten umfassten Google-Suchanfragen, YouTube-Klicks und Kaufverläufe. Avast schloss Jumpshot umgehend und zahlte im Rahmen einer Vereinbarung mit der FTC im Februar 2024 rund 16,5 Millionen Dollar zurück (FTC, 2024).

Die FTC hat Avast zudem untersagt, die Browsing-Daten seiner Nutzer zu Werbezwecken weiterzuverkaufen, und das Unternehmen muss sich fortan einer jährlichen Prüfung unterziehen. Die derzeitige Richtlinie von Gen Digital ist restriktiver: minimale Datenerhebung, kein Weiterverkauf an kommerzielle Dritte, zeitlich begrenzte Speicherung.

Zum Vergleich: Kaspersky wurde aufgrund des Verdachts auf Verbindungen zu Russland von der deutschen Bundesnetzagentur und den US-Behörden ausgeschlossen (BSI, 2022). Avast wurde von der FTC sanktioniert, ist aber weiterhin überall zugelassen. Das „geringste Übel“ ist nie eine echte Garantie, doch im Jahr 2026 spielt die behördliche Kontrolle eine wirklich wichtige Rolle.

Wie teile ich ein Avast Premium-Abonnement über spliiit

Avast Premium Security bietet eine Familienlizenz für bis zu 10 Geräte aller Betriebssysteme (Windows, macOS, Android, iOS). Diese gemeinsame Nutzung ist gemäß den Nutzungsbedingungen von Avast zulässig, sofern die Geräte im weitesten Sinne desselben Haushalts angehören, was das Produkt zu einem idealen Kandidaten für die gemeinsame Nutzung über den Spliiit macht.

In der Praxis fordert der Inhaber der Familienlizenz jeden Mitbenutzer auf, Avast zu installieren und sich mit seinem persönlichen Avast-Konto anzumelden, das mit der Lizenz verknüpft ist. Jeder Benutzer behält somit sein eigenes Dashboard und seine eigenen Einstellungen, ohne seinen Scan-Verlauf zu teilen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Anstatt die gesamte Lizenzgebühr allein zu tragen, teilen Sie die Rechnung zu gleichen Teilen unter den Mitnutzern auf. Je mehr Personen sich die Kosten teilen, desto geringer fällt der Preis pro Person aus. Um das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Kosten besser zu verstehen, sehen Sie sich auch unsere Vergleiche zu Bitdefender Central, Kaspersky Antivirus und McAfee Antivirus sowie unsere Top-Auswahl der besten Premium-Antivirenprogramme 2026 an.

Welche Alternativen gibt es zu Avast im Jahr 2026?

Der Markt für Antivirenprogramme für Privatanwender konzentriert sich auf fünf Hauptakteure: Bitdefender, Norton (Gen Digital), Avast (Gen Digital), Kaspersky (außerhalb der USA und Deutschlands) und McAfee. Jeder strebt eine Erkennungsrate von über 99 % in unabhängigen Benchmarks an (AV-Comparatives, 2025), sodass die Entscheidung nun von den übrigen Faktoren abhängt: Systemauslastung, Preis, Zusatzmodule und Vertrauen.

  • Bitdefender Total Security: Seit fünf Jahren die besten AV-TEST-Ergebnisse, die leichteste Engine. Siehe unseren Leitfaden zu Bitdefender Central.
  • Norton 360: Das Schwesterprodukt von Avast bei Gen Digital, besser in Windows integriert, unbegrenztes VPN in den höheren Tarifen enthalten.
  • Kaspersky Plus/Premium: Einwandfreie Erkennung, jedoch geopolitische Einschränkungen in mehreren Ländern. Siehe unseren Testbericht zu Kaspersky.
  • Kostenlose Lösungen: Microsoft Defender reicht für 80 % der privaten Anwendungen aus. Sehen Sie sich unsere Auswahl der besten kostenlosen Antivirenprogramme an.
  • Ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz: Kombinieren Sie ein ressourcenschonendes Antivirenprogramm mit einem VPN und bewährten Vorgehensweisen. In unserem Sicherheitsleitfaden werden die wichtigsten Maßnahmen ausführlich beschrieben.

In der Praxis bleibt Avast eine gute Wahl, wenn Sie eine übersichtliche Benutzeroberfläche und einen moderaten Preis wünschen und mit der neuen Datenschutzrichtlinie nach dem FTC-Urteil einverstanden sind. Es handelt sich um ein solides Angebot, das jedoch nicht unbedingt die erste Wahl für diejenigen ist, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis suchen: Hier hat Bitdefender weiterhin die Nase vorn.

Häufig gestellte Fragen zu Avast Antivirus

Ist Avast wirklich kostenlos oder verbergen sich hinter dem kostenlosen Tarif versteckte Kosten?

Avast Free ist zu 100 % kostenlos und enthält keine störenden Werbebanner. Allerdings fordert die App regelmäßig über Benachrichtigungen zu einem Upgrade auf die Premium-Version auf. Es erfolgt keine Abbuchung vom Konto, solange Sie nicht freiwillig eine kostenpflichtige Lizenz erwerben (Avast, 2026).

Kann man Avast und Microsoft Defender gleichzeitig installieren?

Technisch gesehen ja, aber das ist nicht empfehlenswert. Seit Windows 10 deaktiviert sich Microsoft Defender automatisch, sobald ein zertifiziertes Antivirenprogramm eines Drittanbieters installiert wird. Zwei aktive Echtzeit-Scanner können zu Fehlalarmen, Verlangsamungen und Konflikten bei der Quarantäne führen (Microsoft, 2025).

Verlangsamt Avast meinen Computer im Jahr 2026 stark?

In den AV-TEST-Leistungstests von Ende 2025 erzielte Avast bei der Systemauslastung 5,5 von 6 Punkten und lag damit auf dem Niveau von Bitdefender und leicht unter Kaspersky (AV-TEST, 2025). Auf einem neueren PC mit SSD und 8 GB RAM bemerkt der Nutzer im Alltag keine spürbaren Verlangsamungen.

Gibt Avast meine Daten nach dem FTC-Urteil weiterhin an Dritte weiter?

Seit der Vereinbarung mit der FTC vom Februar 2024 ist es Avast für einen Zeitraum von 20 Jahren untersagt, Browsing-Daten zu Werbezwecken weiterzuverkaufen, und das Unternehmen muss sich einer jährlichen unabhängigen Prüfung unterziehen (FTC, 2024). Die Datenerhebung beschränkt sich nun auf die für die Erkennung erforderlichen technischen Daten.

Wie kann man Avast Premium bei automatischer Verlängerung kündigen?

Deaktivieren Sie in Ihrem Avast-Konto unter „Abonnements“ die automatische Verlängerung mindestens 48 Stunden vor Ablauf des Abonnements. In Frankreich ist Avast gemäß dem Chatel-Gesetz verpflichtet, Sie zwischen 1 und 3 Monaten vor Ablauf an das Verlängerungsdatum zu erinnern, wodurch Ihnen ein gesetzliches Zeitfenster für eine kostenlose Kündigung bleibt.

Fazit: Lohnt sich Avast im Jahr 2026?

Avast ist zwar nicht mehr der unangefochtene Marktführer, der es 2015 war, bleibt aber ein technisch solides Antivirenprogramm, das von AV-TEST und AV-Comparatives zu den besten gezählt wird. Der Jumpshot-Skandal hat dem Unternehmen viel Ansehen gekostet, die Sanktion der FTC hat Sicherheitsvorkehrungen erzwungen, und die Integration in Gen Digital rückt Avast nach und nach näher an seinen Cousin Norton heran.

Das wirklich Interessante im Jahr 2026 ist die Familienlizenz für 10 Geräte. Wenn man sie allein erwirbt, ist sie auch nach der Verlängerung noch teuer. Wenn man sie jedoch über den Spliiit mit mehreren Mitnutzern teilt, wird sie zu einer der kostengünstigsten Premium-Antivirenlösungen auf dem Markt, ohne dass dabei die Erkennungsqualität beeinträchtigt wird.

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